Während die Luxushotellerie jedes Jahr den neuesten Eröffnungen hinterherjagt, bestätigt La Liste Hotels 2026 – das globale Konsens-Ranking der Branche, das aus Hunderten aggregierten internationalen Quellen gebildet wird – etwas, das die Schweiz seit über einem Jahrhundert weiss: Das Badrutt’s Palace Hotel in St. Moritz gehört zu den zehn besten Hotels der Welt. Mit der Bestpunktzahl von 99.5/100 legt das Haus in diesem Jahr sogar weiter zu.

Das Badrutt’s Palace Hotel vor der winterlichen Kulisse von St. Moritz. © Badrutt’s Palace Hotel
Ein globaler Konsens statt einer einzelnen Meinung
La Liste Hotels wurde 2015 in Paris gegründet und verfolgt einen unverwechselbaren Ansatz: Statt eine weitere redaktionelle Meinung zu einer bereits unübersichtlichen Landschaft an Hotelrankings hinzuzufügen, misst La Liste einen globalen Konsens. Durch die Aggregation Hunderter anerkannter internationaler Quellen – professionelle Reiseführer, Fachpublikationen, renommierte Zeitungen und Verbraucherbewertungsindizes in Dutzenden Sprachen – entsteht ein Bild, das die kollektive Einschätzung der internationalen Hotelbranche widerspiegelt. Das Ranking umfasst mittlerweile mehr als 7’300 Luxushotels in über 200 Ländern und Territorien.
„Ein grossartiges Hotel definiert sich durch weit mehr als seine Architektur oder sein Serviceniveau“, erklärt Philippe Faure, Gründer und Präsident von La Liste. „Es verkörpert eine Kultur der Gastfreundschaft, ein Savoir-faire und eine Identität, die über Generationen weitergegeben wird.“
Die Macht des Erbes
Zehn Hotels weltweit erreichten in der Ausgabe 2026 die Höchstpunktzahl von 99.5/100 – darunter neben dem Badrutt’s Palace auch das Mandarin Oriental Bangkok, La Réserve Paris und Le Meurice. La Liste ordnet diese Häuser der Kategorie „The Power of Heritage“ zu: historische Institutionen, deren Reputation über Jahrzehnte sorgfältig aufgebaut wurde. „Ihre Autorität beruht auf einem Vertrauen, das nur Zeit kultivieren kann“, heisst es in der Analyse. „In der Luxus-Kategorie ist das Vertrauen der Gäste ein Vermögenswert, der über Generationen aufgebaut wird.“

Le Grand Hall: historisches Ambiente mit handgeschnitztem Deckenwerk. © Badrutt’s Palace Hotel
Eine Servicekultur, die sich nicht kopieren lässt
Besonders bemerkenswert an der diesjährigen Auswertung: Das Badrutt’s Palace gehört nicht nur zu den Top Ten, sondern legt im Vergleich zum Vorjahr sogar zu – ein Beleg dafuer, dass sich historische Grand Hotels in einem zunehmend dynamischen, modernen Markt behaupten und weiterentwickeln können. Die zehn Spitzenreiter des Rankings, so unterschiedlich sie in Ästhetik, Grösse und Führung auch sein mögen, teilen laut La Liste ein gemeinsames Merkmal: eine Servicekultur, die strukturell nur schwer zu imitieren ist. „In einer Ära, in der sich physischer Luxus zunehmend reproduzieren lässt, bleibt Kultur einer der wenigen nachhaltigen Wettbewerbsvorteile“, so die Analyse von La Liste.

Blick auf den St. Moritzersee von einem der Balkone des Hauses. © Badrutt’s Palace Hotel
Was Reisende heute wirklich suchen
„Heutige Reisende suchen weit mehr als einen Ort zum Übernachten“, ergänzt Hélène Pietrini, Geschäftsführerin von La Liste. „Sie suchen bedeutungsvolle Erlebnisse, eine echte Verbindung zu ihrer Destination und die Wärme eines aufrichtigen Empfangs. Die von La Liste ausgezeichneten Hotels zeigen, dass wahrer Luxus in der durchdachten Aufmerksamkeit für jedes Detail liegt.“ Auch Chefredaktor Jörg Zipprick betont: „Hotel-Exzellenz definiert sich nicht mehr durch eine einzelne Perspektive. La Liste misst den internationalen Konsens, um herauszustellen, was die grossartigsten Hotels der Welt wirklich auszeichnet: ein tiefes Gespür für den Ort, aussergewöhnliche menschliche Gastfreundschaft und eine Identität, die einzigartig ist.“
Mit seiner erneuten Bestätigung unter den zehn besten Häusern der Welt untermauert das Badrutt’s Palace Hotel einmal mehr seinen Ruf als eine der Institutionen, die den Namen St. Moritz und die Schweizer Grandhotellerie international prägen.